Spanien 2026: 64 Häfen im Vergleich – wo der Preis von der Saison abhängt wie nirgendwo sonst
64 spanische Häfen im Vergleich, von der Costa Brava bis zur Straße von Gibraltar und auf die Balearen. 38 davon amtlich mit Tariflisten belegt: Die Spanne reicht von 16,64 € bis 412,91 € pro Nacht für ein 12,50-m-Boot – in mancher Marina schwankt der amtliche Satz zwischen Neben- und Hochsaison um mehr als das Sechsfache.
Spanien ist im MarinaCheck-Datensatz das Land mit den meisten erfassten Häfen: 64, von der katalanischen Costa Brava über die Balearen und die Levante bis zur andalusischen Küste und Gibraltar. Für 38 davon liegt eine amtliche Tarifliste, Konzessionsbedingung oder Gebührenordnung vor – für die übrigen 26 zeigt die App einen recherchierten Richtwert, weil Clubes Náuticos oder kleinere Marinas ihre Preise häufig nur auf Anfrage nennen.
Was diese amtlichen Tarife zeigen, unterscheidet sich deutlich von den bisher verglichenen Ländern: In Spanien hängt der Preis oft nicht nur von der Lage ab, sondern sehr stark von der Jahreszeit. Vor allem auf den Balearen setzen die Hafenbehörden offizielle Höchsttarife pro Quadratmeter und Tag fest – mit einem Hochsaison-Satz, der mancherorts mehr als das Sechsfache des Nebensaison-Satzes beträgt.
Preiswerter vs. teurer – Region für Region
Damit der Vergleich nicht bei zwei Extrembeispielen stehen bleibt, hier die Spanne für sechs Küstenregionen, von Katalonien bis zu den Balearen.
| Region | Preiswerter* | Teurer* | ||
|---|---|---|---|---|
| Costa Brava & Katalonien | Marina Roses (Costa Brava) |
29,40–96,50 € | Marina Palamós (Costa Brava) |
49,26–133,25 € |
| Costa Blanca & Comunidad Valenciana | Marina de Dénia | 33,88–57,44 € | Marina Calpe | 36,45–70,53 € |
| Murcia & Costa Cálida | Puerto Deportivo Mazarrón | 45,00–52,00 € | Marina de las Salinas (San Pedro del Pinatar) |
90,00 € |
| Costa de Almería | Puerto Deportivo Almerimar | 16,98–39,47 € | Club Náutico de San José | 49,39–87,18 € |
| Costa del Sol, Andalusien & Gibraltar | Marina Alcaidesa (La Línea de la Concepción) |
16,64–32,54 € | Puerto Banús (Marbella) |
75,00–150,00 € |
| Balearen | Real Club Náutico de Mahón (Menorca) |
31,76–111,17 € | Marina La Savina (Formentera) |
63,53–412,91 € |
* Aktuelle amtliche Tarife (Aktueller Tarif) der jeweiligen Hafenbehörde, Konzessionsgesellschaft oder Kommune für ein Boot von ca. 12,50 × 4,20 m Länge/Breite (bei den nach Quadratmetern berechneten Tarifen: Referenzfläche 52,5 m²), inkl. 21 % USt., soweit im Originaldokument nicht bereits enthalten, Stand 09/2026 – Preisspannen decken Neben- bis Hochsaison ab, Einzelwerte gelten ganzjährig einheitlich; bewusst nur Beispiele, die sich mit einer offiziellen Tarifliste belegen lassen. Details je Hafen, auch zu Häfen ohne amtlichen Beleg, in der MarinaCheck-App.
Drei Beispiele aus Spanien
- Marina Alcaidesa (La Línea de la Concepción) – 16,64–32,54 €/Nacht
- Puerto Deportivo Almerimar – 16,98–39,47 €/Nacht
- Marina de Dénia – 33,88–57,44 €/Nacht
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▶ Jetzt bei Google PlayWarum viele spanische Tarife nach Quadratmetern und Saison gestaffelt sind
Vor allem auf den Balearen und in Katalonien setzen die Hafenbehörden – allen voran die Autoridad Portuaria de Baleares (APB) – amtliche „Tarifas Máximas" fest: einen Höchstpreis pro Quadratmeter und Tag, multipliziert mit der tatsächlichen Bootsfläche (Länge × Breite), meist mit deutlich höherem Satz in der Hochsaison. Bei der Marina La Savina auf Formentera etwa steigt der amtliche Satz von 1,00 €/m²/Tag in der Nebensaison auf 6,50 €/m²/Tag von Juni bis September – für unser Referenzboot (52,5 m²) macht das den Unterschied zwischen 63,53 € und 412,91 € pro Nacht, inklusive Mehrwertsteuer.
Warum die Preise so unterschiedlich sind
Anders als in den bisher verglichenen Ländern gibt es in Spanien nicht ein einzelnes Preissystem, sondern mehrere parallel: behördlich festgelegte Höchsttarife pro Quadratmeter und Saison (vor allem Balearen und Katalonien), eine landesweit einheitliche Gebühr für staatlich verwaltete Häfen (Andalusien, siehe unten) und schlicht freie Marktpreise bei privat oder von Vereinen (Clubes Náuticos) betriebenen Marinas, für die sich keine veröffentlichte Preisliste finden lässt – 26 der 64 erfassten Häfen, in der App als Richtwert gekennzeichnet.
Warum mehrere andalusische Häfen exakt denselben Preis verlangen
Puerto América (Cádiz), Puerto Deportivo Rota und Puerto de Caleta de Vélez kosten mit je 24,98 € pro Nacht amtlich exakt gleich viel – kein Zufall, sondern System: Alle drei werden direkt von der Agencia Pública de Puertos de Andalucía verwaltet („gestión directa") und unterliegen derselben landesweiten Gebühr (Tasa T5, 2026: 0,475754 €/m²/Tag), unabhängig von Lage oder Beliebtheit des einzelnen Hafens. Andernorts – etwa bei Konzessions-Marinas auf den Balearen oder privat betriebenen Clubs – bestimmt dagegen jeder Betreiber seinen eigenen Tarif.
Im Vergleich mit den anderen bereits aufgeschlüsselten Revieren liegt der mittlere Liegeplatzpreis in Spanien bei rund 48 € pro Nacht – teurer als in Griechenland (35 €), aber günstiger als in Frankreich (51 €), Italien (68 €) und Kroatien (101 €). Wie sich das im Detail auf die anderen Reviere verteilt, haben wir in eigenen Ratgebern zu den günstigsten Marinas in Griechenland, den günstigsten Marinas in Kroatien und den günstigsten Marinas in Frankreich aufgeschlüsselt.
🔍 Ehrlich gesagt
Die Beispielpreise oben stammen aus amtlichen Tariflisten, Konzessionsbedingungen oder Gebührenordnungen der jeweiligen Hafenbehörde, Kommune oder Betreibergesellschaft, für ein Boot von ca. 12,50 × 4,20 m Länge/Breite – dein eigenes Boot kann günstiger oder teurer liegen, je nach Länge und Breite. Genau das rechnet die MarinaCheck-App für jede der über 400 hinterlegten Marinas individuell für dich aus, kostenlos und ohne Konto. Wo die Mehrwertsteuer im Originaldokument nicht ausdrücklich enthalten ist, haben wir 21 % IVA aufgeschlagen; einzelne Betreiber (z. B. Puerto Banús, Marina Palamós, Marina Cambrils) geben ihre Preise dagegen bereits inklusive Mehrwertsteuer an.
Für 26 der 64 erfassten spanischen Häfen liegt uns keine amtliche Tarifliste vor – oft, weil Clubes Náuticos oder kleinere Marinas ihre Preise nur auf Anfrage nennen. Dort zeigt die App einen recherchierten Richtwert statt eines amtlich belegten Preises; einige Fälle (z. B. Marina Real Juan Carlos I in Valencia oder Marina Peñíscola) bleiben bei uns als offene Nachfassfälle vermerkt, weil zwar eine gesetzliche Tarifformel bekannt ist, der für den jeweiligen Hafen genau anwendbare Zonen- oder Anlegeart-Koeffizient aber nicht amtlich veröffentlicht ist.
Und noch ein Tipp aus der Praxis: Der Tagespreis vor Ort weicht manchmal vom angezeigten Richtpreis ab – einige Häfen geben bei längerem Aufenthalt, außerhalb der Stoßzeiten oder einfach auf Nachfrage Rabatt. Ein kurzer Anruf oder eine Mail direkt bei der Marina lohnt sich deshalb fast immer, bevor du dich festlegst.
Die Richtpreise und Ausstattungen auf dieser Seite basieren auf öffentlich verfügbaren Daten und können sich jederzeit ändern. Wir empfehlen daher in jedem Fall eine Rückfrage bei der jeweiligen Hafenmeisterei, da sich Preise und angebotene Leistungen kurzfristig durch äußere Faktoren ändern können. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben können wir daher keine Gewähr übernehmen.
Häufige Fragen
Die Fragen, die zu diesem Ratgeber am häufigsten gestellt werden.
Wie teuer sind Marinas in Spanien?
64 spanische Häfen sind im MarinaCheck-Datensatz erfasst, 38 davon mit amtlich dokumentiertem Tarif. Die Spanne reicht von 16,64 € (Marina Alcaidesa, Nebensaison) bis 412,91 € (Marina La Savina auf Formentera, Hochsaison) pro Nacht für ein 12,50-m-Boot.
Welche Marina in Spanien ist am günstigsten?
Marina Alcaidesa bei La Línea de la Concepción, direkt an der Grenze zu Gibraltar, verlangt einen amtlichen Tarif von 16,64 € in der Nebensaison bis 32,54 € in der Hochsaison – den niedrigsten amtlich belegten Satz im spanischen Teil des Datensatzes.
Warum schwankt der Preis in mancher spanischen Marina um mehr als das Sechsfache zwischen den Saisons?
Vor allem auf den Balearen setzen die Hafenbehörden amtliche Höchsttarife pro Quadratmeter und Tag fest, mit deutlich höherem Satz im Sommer. Bei der Marina La Savina auf Formentera steigt der amtliche Satz von 1,00 €/m²/Tag in der Nebensaison auf 6,50 €/m²/Tag von Juni bis September – für ein Boot mit 52,5 m² Fläche macht das den Unterschied zwischen 63,53 € und 412,91 € pro Nacht.
Warum verlangen mehrere andalusische Häfen exakt denselben Preis?
Puerto América (Cádiz), Puerto Deportivo Rota und Puerto de Caleta de Vélez kosten mit je 24,98 € pro Nacht amtlich exakt gleich viel, weil alle drei direkt von der Agencia Pública de Puertos de Andalucía verwaltet werden und derselben landesweiten Gebühr (Tasa T5) unterliegen, unabhängig von Lage oder Beliebtheit des einzelnen Hafens.
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